Gärtner/in der Fachrichtung Obstbau

Was macht man in diesem Beruf?

Gärtner/innen der Fachrichtung Obstbau produzieren Kern­, Stein­ und Beerenobst wie Äpfel, Kir­schen, Erdbeeren, Pflaumen, Birnen, Himbeeren oder Johannisbeeren. Sie wählen die Sorten, Pflanz­flächen und Anbausysteme aus, vermehren die Pflanzen, ziehen sie heran und ernten das reife Obst, das sie dann verkaufen. Qualität und Ertrag von Obstbäumen sind auch vom richtigen Schnitt abhän­gig, den Gärtner/innen der Fachrichtung Obstbau fachgerecht ausführen. Sofern sie nicht biologische Anbaumethoden anwenden, achten sie bei Pflanzenschutz­ und Dün­gungsmaßnahmen darauf, umweltschonend vorzugehen und so wenig chemische Mittel wie möglich einzusetzen. Sie verkaufen ihre Erzeugnisse an Großmärkte, den Einzelhandel oder direkt an die Ver­braucher.


Wo arbeitet man?

Beschäftigungsbetriebe:

Gärtner/innen der Fachrichtung Obstbau finden Beschäftigung

  • in Obstbaubetrieben
  • in Gärtnereien mit integrierten Baumschulen

Arbeitsorte:

Gärtner/innen der Fachrichtung Obstbau arbeiten in erster Linie

  • im Freien
  • in Gewächshäusern
  • ggf. in Lagerräumen bzw. Kühlhallen
  • ggf. in Versandhallen, Verkaufsräumen oder an Marktständen


Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwie­gend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

 

Berufstyp/Ausbildungsart/Ausbildungsdauer

  • Neuer anerkannter Ausbildungsberuf; Ausbildung ist ab dem Ausbildungsjahr 2017/2018 möglich
  • 3 Jahre
  • Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
  • Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)


Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit (z.B. beim Schneiden oder Veredeln von Obstbäumen)
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (z.B. bei Arbeiten auf Leitern und Hebebühnen)
  • Umsicht und Auge­Hand­Koordination (z.B. beim Steuern von Pflügen, Sämaschinen oder Unter­grundlockerern)
  • Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt (z.B. beim Einsatz von Pflanzenschutz­ und Düngemit­teln, beim Überwachen von Temperatur, Belichtung und Bewässerung in Gewächshäusern)
  • Kundenorientierung (z.B. bei der Kundenberatung, im Verkauf)

Schulfächer:

  • Biologie/Chemie (z.B. für die Beurteilung der Pflanzenqualität, bei der Auswahl von Düngemitteln und ‑verfahren)
  • Mathematik (z.B. für das Berechnen von Flächenaufteilungen, bei der Preiskalkulation)

 

Quelle Berufsinformationen: BERUFENET — Stand: 01.08.2017